Paranthropus aethiopicus
Der «Schwarze Schädel» ist der erste und früheste Hominidenfund in Äthiopien und zugleich das vollständigste Fossil der robusten Hominidenlinie.
Steckbrief
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Bedeutung des Namens |
«Nebenmensch» aus Äthiopien |
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Fundort |
Ostafrika (Kenia, Äthiopien, Tansania) |
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Alter |
2,7–2,3 Millionen Jahre |
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Grösse und Gewicht |
1,1–1,4 m, 30–50 kg |
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Hirngrösse |
Relativ kleines Gehirnvolumen: ca. 410 cm3 |
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Körpermerkmale |
Fliehende Stirn, niedriges langgestrecktes Schädeldach, massive Überaugenwülste und stark ausgeprägter Scheitelkamm als Ansatz kräftiger Kaumuskeln. Massives, breites Gesicht mit hervorstehenden Wangenknochen (Jochbein). |
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Zähne |
Grosse, robuste Zähne, insbesondere die Backenzähne, für das Zerkleinern harter Pflanzenkost. |
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Lebensraum |
Offene Savannen, bewaldete Gebiete und Uferzonen von Flüssen und Seen. |
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Ernährung |
Hauptsächlich Pflanzenfresser; Ernährung vermutlich stark auf harte Pflanzenteile wie Wurzeln, Samen und Schalen spezialisiert. |
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Werkzeuge |
Keine gesicherten Hinweise auf Werkzeugherstellung. |
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Bekanntester Fund |
KNM-WT 17000, der zahnlose schwarze Schädel eines Paranthropus aethiopicus, wurde 1985 von Alan Walker in der Region West Turkana, Kenia gefunden. Dieser Schädel gilt als eines der wichtigsten Fossilien für das Verständnis der frühen robusten Homininen. |
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Einordnung / Vergleiche mit anderen Funden |
Paranthropus aethiopicus gilt als der älteste Vertreter der robusten Paranthropus-Linie und gilt als Vorfahre der späteren robusten Arten wie Paranthropus boisei (Kenia) und Paranthropus robustus (Südafrika). Letztere wurden zwar als Menschenartige (Anthropus) betrachtet. Der stark spezialisierte Kauapparat verlieh ihnen den Status einer Nebenlinie (para). |