Australopithecus africanus
Der erste Hominiden-Fund 1924 in Südafrika erschütterte die Fachwelt: bis dahin glaubte man, die Wiege der Menschheit liege in Europa oder Asien.
Steckbrief
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Bedeutung des Namens |
Südlicher Affe aus Afrika |
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Fundort |
Südafrika |
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Alter |
3,3 bis 2,1 Millionen Jahre |
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Grösse und Gewicht |
♂: 1,40 m, 40 kg |
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Hirngrösse |
420 bis 500 cm3 (grösser als bei heutigen Menschenaffen, aber kleiner als beim modernen Menschen) |
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Körpermerkmale |
Flache Stirn, weniger prominente Überaugenwülste als bei früheren Arten, breite Wangenknochen, vorspringender Kiefer, trichterförmiger Brustkorb, lange Arme, gekrümmte Finger, kurze Beine, breites und kurzes Becken, Kopfgelenk liegt zentral unterhalb des Schädels (aufrechte Körperhaltung). |
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Zähne |
Mischung aus primitiven und modernen Merkmalen; reduzierte Eckzähne, grosse flache Backenzähne deuten auf starke Kaumuskulatur hin. |
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Lebensraum |
Wälder, Savannen und Buschland in Südafrika. |
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Ernährung |
Mischkost aus Früchten, Samen, Wurzeln und möglicherweise kleinen Tieren. |
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Werkzeuge |
Keine gesicherten Hinweise auf Werkzeugherstellung. |
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Bekanntester Fund |
1924 erhielt Raymond Dart, der damals an der Universität von Witwatersrand in Johannesburg lehrte, eine Kiste mit Fossilien aus einer Kalksteinmine in Taung, einer kleinen Stadt in Südafrika. Er bemerkte, dass ich in einem dieser Steine ein kleiner Schädel befand, der teilweise in Kalkstein eingebettet war. |
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Besondre Merkmale |
Die Form des Beckens, des Hüftgelenks und der Knochen der unteren Gliedmassen deuten auf einer aufrechten, zweibeinigen Gang hin. Die langen Arme und die gekrümmten Fingerknochen lassen vermuten, dass Australopithecus africanus sowohl am Boden als auch in den Bäumen in den Savannen Südafrikas gelebt hat. Vermutlich lebte er in Gruppen. |